
Reiseart
Wenn Menschen an Nepal denken, denken sie an Berge. Doch Nepal ist weit mehr als der Himalaya – im Süden des Landes, im sogenannten Terai, liegt eine der artenreichsten Wildnisregionen Asiens. Hier erstrecken sich subtropische Dschungellandschaften, durchzogen von Flüssen und Sümpfen, bevölkert von Bengalischen Tigern, Panzernashörnern, Elefanten, Leoparden und Hunderten von Vogelarten. Eine Nepal-Safari ist kein Ersatz für Afrika – sie ist ein völlig eigenes, unvergessliches Erlebnis das die wenigsten Reisenden auf dem Radar haben.
Die beiden bekanntesten Nationalparks Nepals für Safari-Erlebnisse sind der Chitwan National Park im Zentrum des Terai und der Bardia National Park im Westen. Chitwan ist UNESCO-Weltnaturerbe und beheimatet eine der größten Populationen des Panzernashorns sowie eine wachsende Tigerpopulation. Bardia ist weniger touristisch erschlossen, gilt aber als einer der besten Orte Asiens um Bengalische Tiger in freier Wildbahn zu beobachten. Beide Parks bieten Jeep-Safaris, Elefantenritte, Kanufahrten auf dem Fluss und geführte Fußsafaris – jede Methode erschließt die Natur auf andere Weise.
Das Besondere an einer Nepal-Reise mit Sherpa Reisen ist die Möglichkeit Safari und Trekking in einer einzigen Reise zu verbinden. Ihr beginnt mit der Akklimatisierung in Kathmandu, trekkt durch die Bergwelt des Himalaya – und schließt die Reise mit einigen Tagen in der Wildnis des Terai ab. Der Kontrast könnte kaum größer sein: von den eisbedeckten Gipfeln der höchsten Berge der Welt hinunter in den subtropischen Dschungel mit Tiger und Nashorn. Diese Kombination macht Nepal zu einem der vielseitigsten Reiseziele der Welt.
Elefanten spielen in Nepal eine besondere kulturelle und touristische Rolle. In Chitwan und Bardia gibt es die Möglichkeit Elefanten bei der Arbeit zu erleben und mehr über ihre Rolle im Ökosystem zu erfahren. Bei Sherpa Reisen achten wir darauf dass der Umgang mit Elefanten ethischen Standards entspricht – wir arbeiten ausschließlich mit Anbietern zusammen die das Wohlergehen der Tiere in den Vordergrund stellen. Elefantenritte auf wilden Elefanten lehnen wir ab, die Begegnung mit gut betreuten Arbeitselefanten in ihrem natürlichen Umfeld ist jedoch ein beeindruckendes Erlebnis.
Nepal ist unter Vogelbeobachtern weltweit bekannt – über 850 Vogelarten sind dokumentiert, vom tropischen Terai bis in die alpinen Regionen oberhalb von 5.000 Metern. Der Chitwan National Park alleine beheimatet über 500 Arten darunter den seltenen Riesenseeadler, verschiedene Eisvogelarten und den beeindruckenden Schlangenadler. Wer Vögel beobachten möchte findet in Nepal eines der besten Ziele Asiens – zu jeder Jahreszeit und auf allen Höhenstufen.
Die Nationalparks im Terai sind nicht nur Touristenziele – sie sind Kernstücke des Naturschutzes in einer Region die stark unter Entwaldung und Wilderei gelitten hat. Der Erfolg der Schutzprogramme ist beeindruckend: die Nashornpopulation in Chitwan hat sich in den letzten Jahrzehnten mehr als verdreifacht, die Tigerpopulation wächst stetig. Mit eurer Reise unterstützt ihr direkt diese Schutzbemühungen – ein Teil der Parkgebühren fließt in lokale Naturschutzprojekte und in die Verbesserung der Lebensbedingungen der Dorfgemeinschaften rund um die Parks.
Ja — Nepal hat eine der erfolgreichsten Tigerschutzgeschichten der Welt. Der Bardia National Park gilt als einer der besten Orte Asiens um Bengalische Tiger in freier Wildbahn zu beobachten. Die Chancen sind nie garantiert da es sich um wilde Tiere in großen Schutzgebieten handelt, aber erfahrene lokale Guides kennen die Reviere und Verhaltensweisen der Tiere sehr genau. Mehrere unserer Gäste hatten bereits unvergessliche Tiger-Begegnungen. Wer die beste Chance haben möchte sollte mehrere Tage einplanen und früh morgens auf Safari gehen wenn die Tiere am aktivsten sind.
Chitwan ist der bekanntere und besser erschlossene Park — mit mehr Infrastruktur, mehr Touristen und sehr guten Chancen auf Nashörner und Elefanten. Bardia ist wilder, abgelegener und deutlich weniger touristisch — dafür mit besseren Chancen auf Tiger und einem authentischeren Wildniserlebnis. Wer zum ersten Mal nach Nepal kommt und eine komfortable Safari mit vielen Tierbeobachtungen möchte ist in Chitwan gut aufgehoben. Wer etwas Besonderes sucht und bereit ist auf etwas Komfort zu verzichten sollte Bardia wählen. Wir kombinieren in manchen Reisen beide Parks.
Die beste Saison für Safari in Nepal ist von Oktober bis April. In dieser Zeit ist das Gras niedrig was die Sichtverhältnisse deutlich verbessert, die Temperaturen sind angenehm und die Wasserstellen ziehen viele Tiere an. Die Monate März und April sind besonders gut da das Gras nach der Trockenzeit am niedrigsten ist. Während des Monsuns (Juni bis September) sind die Parks teilweise gesperrt oder schwer zugänglich und die dichte Vegetation macht Tierbeobachtungen schwieriger. Der Herbst (Oktober bis November) kombiniert gut mit der Trekking-Hauptsaison.
Ja — mit einem erfahrenen bewaffneten Ranger und einem lokalen Guide ist eine Fußsafari sicher und gleichzeitig das intensivste Naturerlebnis das Nepal zu bieten hat. Zu Fuß nimmt man Fährten, Gerüche und Geräusche wahr die im Jeep unsichtbar bleiben. Natürlich gibt es klare Verhaltensregeln: kein Lärm, kein plötzliches Bewegen, Anweisungen des Guides sofort befolgen. Unsere Partner arbeiten ausschließlich mit zertifizierten Rangern die langjährige Erfahrung im Umgang mit Wildtieren haben. Fußsafaris sind auf Anfrage in beiden Nationalparks möglich.
Nepal bietet eine beeindruckende Artenvielfalt. Im Chitwan und Bardia National Park sind die Highlights der Bengalische Tiger, das Panzernashorn (eines der wenigen gesunden Bestände weltweit), der Asiatische Elefant, der Sumpfhirsch, der Gavial (eine seltene Krokodilart) sowie Leoparden, Wildschweine und Hirscharten. Dazu kommen über 500 Vogelarten allein in Chitwan. Im Kali Gandaki Tal und im Mustang-Gebiet lassen sich außerdem Schneeleoparden beobachten — eine der seltensten und begehrtesten Wildtiersichtungen überhaupt, allerdings mit entsprechend geringerer Wahrscheinlichkeit.
Für ein wirklich gutes Safarierlebnis empfehlen wir mindestens drei bis vier Tage in einem Nationalpark. An einem einzigen Tag sieht man möglicherweise wenig — Wildtierbeobachtungen brauchen Zeit, Geduld und mehrere Ausflüge zu verschiedenen Tageszeiten. Morgens und abends sind die Tiere am aktivsten, mittags ziehen sie sich in den Schatten zurück. Wer Safari und Trekking kombiniert sollte insgesamt mindestens 14 bis 18 Tage für Nepal einplanen damit beides zu seinem Recht kommt und die Reise nicht gehetzt wirkt.